Petition „Die Friedensbewegung muss antirassistisch, antifaschistisch und integrativ bleiben!“

1. Oktober 2023

Die VVN-BdA Saar findet die Petition [Link] unterstützendswert und bittet alle Freund*innen der VVN-BdA diese zu unterschreiben. Zu den Erstunterstützer*innen der Petiotion zählt auch Ulrich Sander, der Mitglied des Bundesausschusses der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten ist.

Warum ist diese Pettition aktuell so wichtig?

Die VVN-BdA Saar ist seit Jahrzehnten aktiver Teil der Friedensbewegung. Wie die VVN-BdA ist auch die Friedensbewegung insgesamt seit ihrer Entstehung von verschiedensten Menschen und Gruppierungen aus den unterschiedlichstens Kontexten getragen worden. Die Friedensbewegung spiegelt daher immer eine gesellschaftliche Vielfalt wieder und hat den Anspruch integrativ zu sein und ist auf eine breite Mobilisierung ausgelegt.

Die Integration von gesellschaftlichen Kräften in die Friedensbewegung hat jedoch für uns ihre Grenzen da, wo sie Kräfte teilhaben lässt, die sich durch eine menschenverachtende Ideologie leiten lassen. Erschreckenderweise droht dieser bisher angenommene Grundkonsens, nämlich keine gemeinsamen Aktionen mit rechten, nationalistischen oder rassistischen Kräften durchzuführen, endgültig zu zerbrechen. Ohne jede Zurückhaltung wird von einigen Kräften schon seit einiger Zeit die Zusammenarbeit mit Gruppierungen der Querdenken-Bewegung, mit rechts-nationalistischen Kräften oder der Partei „die Basis“ gesucht. Exemplarisch stehen hierfür die Versuche der Integration der Montagsmahnwachen in den Friedenswinter 2014, die Kampagne „Stoppt Airbase Ramstein“, der Bautzener Friedenspreis und aktuelle Initiativen wie „München steht auf“ oder das Friedensbündnis NRW. Ausgerechnet in Zeiten eines gefährlichen, tobenden, sich eskalierenden Kriegs in Europa droht ein völliges Auseinanderfallen der bundesweiten Friedensbewegung.

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Die VVN-BdA Saar wird 75 Jahre

23. August 2023

Am 8. September 2023 begehen wir das Gründungsjubiläum der ältesten antifaschistischen Organisation des Saarlandes: Der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Landesverband Saar.

Am 11. April 1948 kamen im Hause der Arbeiterwohlfahrt Saarland in der Warndtstraße 45 (heute Hohenzollernstraße) zahlreiche Opfer des NS-Regimes zusammen, um Ihren politischen und persönlichen Belangen durch die Gründung einer Organisation eine Stimme zu geben. Zum ersten Vorsitzenden der VVN-Saar wurde Herman Ratering gewählt.

Unsere Vereinigung hat eine bewegte Geschichte. Nach der Befreiung von Überlebenden des NS-Regimes (überlebende Häftlinge aus KZ und Zuchthäusern, aber auch ins Exil getriebene Hitlergegner) gegründet, war sie juristischer Verfolgung und sogar Verbotsversuchen (durch Nazi-Richter) ausgesetzt, hat sich stets weiterentwickelt, für neue Generationen geöffnet und durch den Kampf um die Gemeinnützigkeit in den letzten Jahren neue Mitglieder dazu gewonnen.

Als VVN-BdA sind und bleiben wir in der Erinnerungsarbeit aktiv und setzen uns gegen rechte und neofaschistische Bestrebungen ein. Seit Jahrzehnten führen wir im Sinne des antifaschistischen Erbes des Zweiten Weltkriegs unsere Arbeit fort: „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg.“

Aus Anlass des Jubiläums findet am Freitag, 8. September um 18 Uhr im Rathausfestsaal St. Johann eine Feierstunde statt, wozu Gewerkschaften, Personen aus Politik, Kultur und des öffentlichen Lebens ebenso wie die derzeitige Bundesvorsitzende der VVN, Cornelia Kerth, erwartet werden. Hierzu sind alle demokratischen Saarländer*innen herzlich eingeladen.

Neben Festreden und einem Rückblick mit der Historikerin Dr. Inge Plettenberg und einer Ausstellung über ehemalige Mitglieder, sorgt der aus Chile stammende Daniel Osorio für die musikalische Begleitung.

Anmeldung unter saar@vvn-bda.de

Björn Höcke ist ein Nazi: Polizei ermittelt gegen Vertreter*innen der VVN-BdA

30. Juni 2023

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Pressemitteilung

Höcke ist ein Nazi. Jede*r, der oder die ihm einmal zugehört hat, weiß es, aber in mehreren Bundesländern ermittelt die Polizei gegen Mitglieder unserer Vereinigung, weil sie in dieser Feststellung eine Beleidigung, bzw. „üble Nachrede gegen Personen des politischen Lebens“ sieht, was nach §188 StGB als Straftatbestand gewertet wird. Eine Anzeige ist dazu nicht erforderlich, die Polizei wird von Amts wegen tätig.

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Nein zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)

5. Juni 2023

Zu den Gründer:innen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes gehörten viele der Menschen, die nur überleben konnten, weil sie in anderen Ländern Zuflucht fanden und viele, deren Angehörige, Freund:innen und Genoss:innen ermordet wurden, weil es kein Land gab, das ihnen Schutz gewährte.

Vor dem Hintergrund dieser historischen Erfahrung wurde auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Grundrecht auf Asyl verankert.

Am 26. Mai 1993 wurde das Grundrecht auf Asyl durch den „Asylkompromiss“ einer ganz großen Koalition im Bundestag faktisch abgeschafft: Der Satz „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ wurde aus Artikel 16 gestrichen; im neu eingefügten Artikel 16 a wurden sichere Herkunfts- und Drittstaaten eingeführt, Abschiebungen vor Ausschöpfung des Rechtswegs

möglich und die „Europäisierung“ der Asylverfahren eingeleitet. Das war die Antwort der deutschen Politik auf das Pogrom von Rostock, die die mörderische Naziszene durchaus als ihren Erfolg verbuchen konnte. Nur drei Tage später brannte das Haus der Familie Genc in Solingen, bei dem fünf Frauen und Mädchen der Familie starben.

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Das Bündnis Solidarisches Magdeburg ruft am 28./29. Juli zu kreativen, buntenund vielfältigen Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag auf

5. Juni 2023

Die AfD wird Ende Juli und Anfang August ihren Bundesparteitag zur Europawahl 2024 in den Messehallen der städtischen Gesellschaft MVGM abhalten.

Das Bündnis Solidarisches Magdeburg organisiert in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Bündnis Aufstehen gegen Rassismus am 28. und 29. Juli vielfältige Protestaktionen, zu denen bundesweit mobilisiert wird. Ziel ist es, ein deutliches Zeichen gegen die völkischen Nationalist*innen und Rassist*innen der AfD zu setzen.

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Stolperstein für Käthe Limbach geb.Westenburger

24. Mai 2023

Am 11. Mai 2023 wurden in Saarbrücken-Malstatt weitere Stolpersteine für die Opfer des deutschen Faschismus verlegt. Darunter war auch ein Stein für Käthe Limbach geb. Westenburger (Wörther Str. 11). Sie war Gründungsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten an der Saar, deren Landesvorstand sie Mitte der 1960er angehörte.

Mit Käthe Limbach wird erstmals in Saarbrücken einer Frau aus dem antifaschistischen Widerstand gedacht, die nach 1945 aktiv an der Erinnerungsarbeit in unserer Stadt beteiligt war. Wir erinnern uns stolz an Käthes Verdienste.

Käthe wurde am 19.02.1915 in Saarbrücken geboren. Sie wuchs als Tochter einer kommunistischen Arbeiterfamilie auf und war schon früh in kommunistischen Vereinen aktiv. So war sie Jungpionier und Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD).

Im Abstimmungskampf an der Saar engagierte sie sich in der Einheitsfront. Nach der Angliederung des Saargebiets an das Deutsche Reich verblieb sie in Saarbrücken. Walter Brückner, der Vorsitzende der illegal im Saargebiet operierenden KPD schlug ihr vor, den Verband der Jungkommunisten zu reaktivieren und zu leiten. Sie beteiligte sich am Flugblattschmuggel und wurde im August 1935 erstmals verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, die sie zunächst in Saarbrücken und dann in Frankfurt am Main verbüßte.

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Die Zerschlagung des Widerstands – Einladung zur Online-Veranstaltung am 31. Mai, 19 Uhr

22. Mai 2023

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Nachdem wir in einer ersten Veranstaltung unserer Reihe „Das Jahr 1933. Vom Faschismus als Bewegung zum Faschismus an der Macht“ mit Dr. Ulrich Schneider anlässlich des Jahrestages der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 darüber sprachen „Warum die „Machtergreifung“ eine Machtübertragung war“ und wie Hitler durch Steigbügelhalter von oben ins Amt gehievt wurde, vertiefen wir in den zwei folgenden Veranstaltungen weitere Ebenen der nazistischen Herrschaftssicherung.

2. Veranstaltung 31. Mai, 19-21 Uhr:

Die Zerschlagung des Widerstands – Terror gegen links und die Errichtung der frühen Konzentrationslager

Im Frühjahr 1933 war das gesamte Deutsche Reich von Lagern und anderen Haftstätten übersät. Politische Gegner*innen wurden verschleppt, mit Gewalt mundtot gemacht oder ins Exil gezwungen. Die Erinnerung an diese frühe Phase der nazistischen Verfolgung wurde lange vernachlässigt. Wir sprechen über die historischen Hintergründe und aktuelle erinnerungspolitische Auseinandersetzungen.

Mit Maxi Schneider (Moderation und inhaltliche Einführung), Steffen Richter (aktiv bei AKuBiZ e.V. und engagiert für die Erinnerung an das frühe Konzentrationslager Hohnstein) und Daniela Schmohl (VVN-BdA Leipzig, Sprecherin der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Historikerin und Bildungsreferentin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen).

Zoom-Link:
https://us06web.zoom.us/j/85890602870?pwd=RXVGeVNyV0R1SEJxZ3NqN2doaHAzdz09

Meeting-ID: 858 9060 2870
Kenncode: 683574

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Rückblick: Ehrenvorsitzender Horst Bernard am Deutsch-Französischen Gymnasium in Saarbrücken

30. Januar 2023

Ehrenvorsitzender Horst Bernard im DFG

Am Mittwoch, der 25. Januar 2023, hat am Deutsch-Französischen-Gymnasium Saarbrückens unser Ehrenvorsitzender Horst Bernard vor über 100 Schülerinnen und Schülern aus den Abschlussjahrgängen ein Zeitzeugengespräch geführt.

Horst Bernard schilderte seine Geschichte und die seiner Familie und ging unter Anderem auch auf seine sowohl französische als auch deutsche kulturelle Prägung ein. Die deutsch-französischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten dieser Schule der Begegnung Deutschlands und Frankreichs folgten den Erzählungen mit großem Interesse. Verschiedene durch Horst Bernard angesprochene Themen wurden oder werden nun als Grundlage von weiterer historischen Auseinandersetzungen im Geschichtsunterricht genutzt.

Nachdem Schülerinnen und Schülern ermöglicht wurde, Fragen zu stellen, wurde das zweistündige Gespräch mit den mahnenden Worten Horst Bernards geschlossen: Als junge Generation läge es in der Verantwortung der Schülerinnen und Schüler zu verhindern, dass die Geschichte des Faschismus sich wiederholt!

(Bericht verfasst von Alexander Bak)

Gedenkveranstaltung zum 84. Jahrestag der Novemberpogrome in Saarbrücken

20. November 2022

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Vorstandsmitglied Katja Richter hält einen Redebeitrag zum 84. Jahrestag der Novemberpogrome vor dem „Band der Erinnerung“*

Die Menschen, deren Namen sich am „Band der Erinnerung“ wiederfinden, haben keine Stimme mehr, lasst uns diesen Menschen gedenken, ihre Stimme sein und weiterhin laut den Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus fortführen, damit sich die Geschichte nicht wiederholen kann, appelliert Katja Richter eindrücklich in ihrer Rede für die VVN-BdA Saar.

Die VVN-BdA Saar organisierte am 09. November 2022 eine Veranstaltung in Gedenken an die Opfer der November-Pogrome von 1938. Rund vierzig Personen besuchten die Veranstaltung zeitweilig. Im Verlauf der Veranstaltung wurde am „Band der Erinnerung“ vor der Synagoge in Saarbrücken ein Kranz niedergelegt und ein Redebeitrag verlesen. Die VVN erinnerte in ihrer Rede an die Betroffenen der Gräueltaten der Novembernacht 1938 in Saarbrücken, in deren Verlauf jüdische Menschen angegriffen und die damalige Synagoge an der Ecke Kaiserstraße / Futterstraße angezündet wurde.

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Aufruf zum dezentralen Aktionstag für Frieden und ein gutes Leben für alle am 19. November 2022

22. Oktober 2022

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