„Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre ein wichtiges Signal“

12. Mai 2022

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Saar gedenkt am 08. Mai, dem „Tag der Befreiung“, den Opfern des Nationalsozialismus und dem Widerstand gegen den Faschismus.

Am 08. Mai diesen Jahres jährte sich die bedinglungslose Kapitulation Deutschlands, mit der der Zweite Weltkrieg in Europa ein Ende fand, zum 77ten Mal. Dieser Tag wird von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Landesvereinigung Saar seit je her als „Tag der Befreiung“ begangen. Am diesjährigen 08. Mai gedachte die VVN-BdA Saar seit Beginn der Pandemie zum ersten Mal wieder an der Gedenkstätte Gestapo Lager Neue Bremm in Saarbrücken den Opfern des NS-Faschismus. Ebenso erinnerte die Vereinigung an die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus durch die Aliierten und Widerstandskämpfer_innen. Rund 30 Personen waren anlässlich der Veranstaltung erschienen. Auch der mit dem Bundesverdienstkreuz für seine aufopferungsvolle Arbeit in der Vermittlung des Wissens um die Verbrechen des NS-Regimes ausgezeichnete und langjährige Vorsitzende der VVN-BdA Saar Horst Bernard war anwesend. Ebenso waren die Initiative Unsterbliches Regiment Saarland* und die neu bestehenden Schüler_innen Antifa Saar durch einige ihrer Gruppenmitglieder vertreten.

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Dr. Ulrich Schneider zum 8. Mai 2022 vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges

5. Mai 2022

Dr. Ulrich Schneider ist Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer Bund der Antifaschisten sowie Historiker. In seiner Rede geht er auf den 8. Mai vor dem Hintergrund des historischen Kontextes ein und stellt einen Bezug zur aktuellen Situation in der Ukraine her.

Wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Erfolg für die demokratische Zivilgesellschaft

29. April 2022

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Die Geschichte des Inlandsgeheimdienstes, dessen Aufgabe der Schutz der
Verfassung sein soll, ist reich an Skandalen. Dennoch wurden seine Strukturen,
Kompetenzen und Befugnisse immer weiter ausgeweitet.

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Ostermarsch Saar 2022

5. April 2022

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Krieg sofort stoppen – Russische Truppen raus aus der Ukraine – Atomwaffenverbot durchsetzen – Abrüstung und Klimaschutz jetzt!

Bild: Wilfried Porwol

Samstag, 16.04.22 um 11 Uhr an der Johanneskirche Saarbrücken; Kundgebung um 12 Uhr am Tbilisser Platz (Staatstheater); Rede: Peter Tiefenbrunner, Kabarettist; Musik: Sigi Becker

An Ostern gehen wir für die sofortige Beendigung des völkerrechtswidrigen brutalen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine auf die Straße. Unsere Solidarität und unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unter diesem furchtbaren Krieg leiden.

Wir fordern einen umgehenden Waffenstillstand. Verhandeln statt Schießen!
Wir lehnen Waffenlieferungen in die Krisenregion weiter ab, weil wir befürchten, dass sie den Krieg weiter eskalieren und die Ukraine auf Jahre zum Schauplatz eines Kriegs ähnlich dem in Syrien machen würden– mit noch mehr Leid und zivilen Opfern.

Wir unterstützen gezielte Sanktionen, die Oligarchen, kapitalistische Großunternehmen und die Finanziers des Krieges in Russland treffen. Wir lehnen Sanktionen ab, die die Bevölkerung treffen.

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Buchenwald-Überlebender Boris Romantschenko bei Bombenangriff getötet – Stoppt den Krieg!

22. März 2022

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Wir sind zutiefst erschüttert und betroffen vom Tod des NS-Überlebenden Boris Romantschenko, der laut der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora vergangenen Freitag Opfer eines Bombenangriffs auf sein Wohnhaus im ukrainischen Charkiw wurde. Der ehemalige Buchenwaldhäftling war Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos für die Ukraine (IKBD).

Boris Romantschenko (zweiter von rechts) 2012 bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald. Foto: Gedenkstätte Buchenwald

Romantschenko hat die KZs Buchenwald, Peenemünde, Dora und Bergen Belsen überlebt und ist nun im Rahmen des neuen Krieges in Europa getötet worden. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen. Als Vereinigung, die den Schwur von Buchenwald politisches Vermächtnis und als Handlungsanleitung betrachtet und die unter anderem von Buchenwald-Häftlingen gegründet wurde, stürzt uns diese Nachricht in tiefe Trauer. Es ist bitter, dass Boris Romantschenko den 77. Jahrestag der Selbstbefreiung von Buchenwald am 11. April nicht mehr erleben kann.

Mit jedem Tag, den dieser Krieg voranschreitet, wird weiteres Blut vergossen. Deshalb fordern wir: Die Waffen nieder! Der Krieg gegen die Ukraine muss sofort beendet werden! Die russischen Truppen müssen sich zurückziehen!

(Quelle: VVN-BdA Bundesvereinigung)

Nein zu Militarisierung und Aufrüstung!

9. März 2022

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Wir — die Landesvereinigung Saar der VVN-BdA — schließen uns der Stellungnahme unserer Bundesvereinigung vom 2. März 2022 bezüglich des Krieges in der Ukraine an.

Am Sonntag, den 27. Februar, hat die Bundesregierung das massivste Rüstungspaket der jüngeren deutschen Geschichte verkündet. 100 Milliarden Euro Sondervermögen sollen allein dieses Jahr in neue Waffensysteme wie Drohnen und Jagdbomber fließen. Geht es nach den Wünschen des Bundeskanzlers Olaf Scholz, soll dieses Sondervermögen im Grundgesetz abgesichert werden. Damit würde die Intention der Mütter und Väter des Grundgesetzes für eine friedliche Nachkriegsordnung final ad absurdum geführt werden.

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Veranstaltungskalender

23. Februar 2022

Antifaschismus ist notwendig! Zur Hetzkampagne gegen Nancy Faeser und unsere Vereinigung

8. Februar 2022

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Quelle: Bundesvereinigung der VVn-BdA

Die Junge Freiheit startet eine Hetzkampagne, Welt, Bild und die CDU steigen ein und verlangen den Rücktritt von Innenministerin Nancy Faeser.

Hintergrund: Zwischen 2018 und 2021 erhielten mehr als 100 Menschen, die sich öffentlich gegen die extreme Rechte positioniert haben – weit überwiegend Frauen – Drohbriefe, unterzeichnet mit NSU 2.0. Auch Nancy Faeser gehört zu den Bedrohten. In etlichen Fällen waren die verwendeten Meldedaten von Computern der hessischen Polizei abgerufen worden.

Immer wieder wurden in den letzten Jahren rechte Umtriebe in der hessischen Polizei öffentlich. Das ist der eigentliche Skandal, und darüber haben wir berichtet, indem wir Statements der Betroffenen, darunter auch von Nancy Faeser, in unserer Zeitschrift antifa abgedruckt haben.

Unsere Vereinigung wurde 1947 von überlebenden Widerstandskämpferinnen und Verfolgten des Naziregimes unterschiedlicher politischer Herkunft gegründet und hat sich 1971 um Antifaschistinnen der nachfolgenden Generationen erweitert.

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Nachruf auf unseren Genossen Theo Meiser

22. Januar 2022

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Am 17. Dezember 2021 starb unser Gründungsmitglied und langjähriges Mitglied im Landesvorstand Theo Meiser im Alter von 93 Jahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Theodor Meiser, Ostermarsch 2018

Theos Engagement war vielseitig und leidenschaftlich: Er war IGMetall-Vertrauensmann, Betriebsratsmitglied und in unserem Landesvorstand in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) bis zuletzt aktiv. Er trat der KP Saar, dann der illegalen KPD und ab 1968 der DKP bei. Zuletzt war er Mitglied der Partei „Die Linke“. In den letzten Jahrzehnten war er auf unzähligen Demonstrationen gegen alte und neue Faschisten oder für den Frieden. Dort war er stets am Tragen seiner VVN-Fahne erkennbar. Zeit seines Lebens hat er sich theoretisch und praktisch mit den vorherrschenden gesellschaftspolitischen Verhältnissen auseinandergesetzt, sie treffend analysiert und dargestellt.

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„Wie die deutsche Wirtschaft dem Faschismus zur Macht verhalf“ – Online-Veranstaltung am 26.01., 19 Uhr

20. Januar 2022

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Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesvereinigung und Berliner VVN-BDA

Durch Hitlers Rede vor dem Düsseldorfer Industrieclub am 26.01.1932 erhielt die NSDAP Unterstützung von Industriellen und konnte so ihren Einfluss weiter ausbauen. Über die Bedeutung dieser Rede für den Aufstieg des Faschismus diskutieren Ulli Sander, Journalist, Autor und Mitglied des Bundesausschusses und Maxi Schneider, Referentin für Geschichts- und Erinnerungspolitik der VVN-BdA.

Vor 90 Jahren, am 26.01.1932, hielt Hitler eine Rede vor dem Düsseldorfer Industrie-Club im Parkhotel Düsseldorf und warb dort bei 650 Industriellen, Managern und Verbandsvertretern für seine menschenverachtenden Thesen und den Aufstieg der NSDAP. Vor dem Hotel protestieren Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen und Gewerkschafter*innen gegen die Veranstaltung.

Bereits vor 1932 konnte Hitler auf die Unterstützung einiger einflussreicher Firmenbesitzer zählen. Durch die Rede vor dem Industrieclub wurde diese Unterstützung ausgeweitet. Die NSDAP erhielt im Nachgang beachtliche Finanzspritzen der großen industriellen Verbände. Am 90. Jahrestag Hitlers Rede und der damit verbundenen Folgen für den Lauf der Geschichte erinnern wir an die Verstrickungen der NSDAP mit der deutschen Wirtschaft, ohne die der Aufstieg der Nazis, der Zweite Weltkrieg und der Genozid an den europäischen Juden und Jüdinnen, Sintizze und Romnja nicht möglich gewesen wäre.

Es referiert Ulli Sander, Journalist, Autor und Mitglied im Bundesausschuss der VVN-BdA, im Gespräch mit Maxi Schneider, Historikerin und Referentin für Geschichts- und Erinnerungspolitik der VVN-BdA über Akteur*innen, Inhalte und Folgen der Industrieclub-Rede.

Datum: 26.01.2022
Uhrzeit: 19 Uhr

Die Veranstaltung wird auf Zoom stattfinden und auf der Facebook-Seite der Bundesvereinigung (facebook.com/events/248646060746226/) live übertragen werden. Der Zoom- Link folgt in Kürze.

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