VVN-Saar erinnert an Tag der Befreiung

13. Mai 2026

Der 8. Mai verpflichtet zum Widerstand gegen Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft

Am 8. Mai 1945 wurde Deutschland und ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit.
Diesem Ereignis verdanken wir Nachgeborenen die Möglichkeit eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt. Unter dem Motto «Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg» lud deshalb die VVN-Bund der Antifaschist:innen Saar am 8. Mai zu einer Kranzniederlegung auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Lagers «Neue Bremm» nahe des ehemaligen Grenzübergangs. Zahlreiche Teilnehmende aus dem Saarland und Frankreich nahmen an dem Gedenken teil.

In seiner Ansprache führte Karl-Heinz Kesternich für den Landesvorstand der VVN-BdA u. a. aus:
(…) Für die vielen Menschen die Widerstand geleistet haben, war der 8. Mai 1945 ganz eindeutig der Tag der Befreiung. Heute, 81 Jahre danach, müssen wir feststellen, dass es diese sogenannte Stunde „Null“ nicht wirklich gegeben hat.

Schon Ende der Vierziger, Anfang der Fünfziger Jahre wurden Kommunist:innen und andere Kämpfer:innen für den Frieden verfolgt und drangsaliert. Am 11. Mai 1952 wurde in Essen Philipp Müller von einem Polizisten erschossen, weil er sich an einer Demonstration gegen die Remilitarisierung beteiligt hat. Heute am 8. Mai 2026 gehen wieder viel junge Leute auf die Straße um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren. 

Die meisten westlichen Politiker, angeführt von den Parteien der schwarz-roten Koalition in Deutschland wollen unsere Gesellschaften wieder Kriegstüchtig machen. Der Feind ist wieder einmal Russland. Obwohl Deutschland Russland bzw. die Sowjetunion schon zweimal überfallen hat, wird wieder von einer russischen Bedrohung gefaselt. (…)

Heute am 8. Mai, dem Tag der Befreiung müssen wir uns an die Vergangenheit erinnern und gemäß dem Schwur von Buchenwald Widerstand leisten gegen die Militarisierung unsrer Gesellschaft und die maßlose Aufrüstung, die zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung geht.

Nie wieder Faschismus nie wieder Krieg – für eine Welt des Friedens und der Völkerverstädigung! 

»Antifa heißt Luftangriff«

13. Mai 2026

»Antideutsche« als Propagandisten der deutschen Ideologie und Kriegstüchtigmachung
Vortrag und geplante Diskussion mit Susann Witt-Stahl am 21. Mai in Saarbrücken muss leider verschoben werden.

Susann Witt-Stahl, bekannte Journalistin (u. a. Junge Welt, Melodie & Rythmus) und Autorin (u.a. »›Antifa heißt Luftangriff!‹ Regression einer revolutionären Bewegung«, »Der Bandera-Komplex. Der ukrainische Faschismus – Geschichte, Funktion, Netzwerke«) diskutiert mit dem Saarbrücker Publikum ihre Thesen zu den »Antideutschen«.

S. Witt-Stahl: Die »Antideutschen« betraten die politische Bühne der BRD nach dem erklärten »Ende der Geschichte« in den 1990er-Jahren als Zerfallserscheinung der antikapitalistischen Linken. Versammelten sie anfangs Gegner der deutschen »Wiedervereinigung« und »Normalisierung«, segelten sie bald unter der damals schon falschen Flagge »antideutsche Kommunisten« und entpuppten sich als »Freunde des amerikanischen Krieges«, vor allem George W. Bushs »War on Terror«, und frenetische Unterstützer der israelischen Rechten. Seitdem attackieren sie Antiimperialisten, muslimische Migranten und internationale jüdische Linke, unterminieren marxistische und andere emanzipatorische Denktraditionen durch deutsche Ideologie – und mit ihrem Credo »Antifa heißt Luftangriff!« auch den Schwur von Buchenwald.

Mit Beginn des Stellvertreterkrieges in der Ukraine und dem 7. Oktober 2023 setzte eine weitere Radikalisierung der »Antideutschen« nach rechts ein. Mittlerweile ist das Gros, meist unter dem Namen »antiautoritäre Linke« (erneut ein Etikettenschwindel), offen zu Antikommunismus und anderen reaktionären Weltanschauungen – inklusive Apologie des Vernichtungskriegs in Gaza, der ethnischen Säuberungen im Westjordanland, des Großisrael-Projekts und der zionistischen und banderistischen Erscheinungsform des Faschismus – übergegangen. Damit haben sich »Antideutsche« zu kongenialen Partnern der Funktionseliten und Propagandisten deutscher Zustände qualifiziert, wie sie Revanchisten in der postnazistischen BRD angestrebt hatten. Viele wüten – mit intensiver Rückendeckung durch nach Regierungsfähigkeit strebende Opportunisten – nicht nur weiter als »Abbruchunternehmen« antifaschistischer Organisationen und des Friedenslagers in der Partei Die Linke, den Gewerkschaften etc. Sie finden sich längst auf den Gehalts- und Honorarlisten der Bundeswehr, des Springer-Konzerns, der Konrad-Adenauer-Stiftung und anderer »Kriegstüchtigmacher« des deutschen Imperialismus, der gegenwärtig wieder zur führenden Militärmacht Europas aufsteigt.  

Unsere geplante Diskussion mit Susan Witt-Stahl muss aus terminlichen Gründen leider verschoben werden. Wir halten euch auf dem Laufenden. Folgt uns bei Facebook oder Instagram.

Gegen den Nazi-Aufmarsch in Völklingen – VVN ruft auf zur Demo am 25. April

22. April 2026

Die VVN-Saar unterstützt die für Samstag, 25.4. geplante Kundgebung gegen den zeitgleich am Völklinger Hauptbahnhof stattfindenden Aufmarsch der neofaschistischen NPD. 

Die NPD und andere rechtsradikalen Kräfte wollen unter dem Motto „Abschieben rettet Leben“ durch Völklingen laufen, die Bevölkerung einschüchtern und gegen Menschen mit Migrationserfahrung hetzen. 

Die VVN tritt ein für eine solidarische und gerechte Gesellschaft und gegen sämtliche rassistischen und nationalistischen Umtriebe. Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, sich an der antifaschistischen Kundgebung um 15 Uhr auf dem Völklinger Platz (Nähe Globus Getränkemarkt) zu beteiligen. Völklingen bleibt stabil!

Ostermarsch 2026: Kriegsvorbereitung stoppen! Völkerrecht verteidigen!

1. April 2026

Die VVN im Saarland unterstützt den Aufruf zum Ostermarsch Saar und wird am Ostersamstag in Saarbrücken mit dabei sein.

Wir freuen uns, dass Ministerpräsident a. D. Reinhard Klimmt auf der Kundgebung sprechen wird. Wir freuen uns auch auf den Auftritt von Amberhead. Diese Saarbrücker Band, die Musiker:innen mit russischen und ukrainischen Wurzeln zusammenbringt, spielt Hope Rock – Rockmusik, die Hoffnung macht auf ein friedliches Miteinander aller Menschen.

Mitteilung der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“

31. März 2026

Bundesvereinigung der VVN-BdA unterzeichnet den Berliner Appell

Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“, welche 1947 von überlebenden Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des Naziregimes aller politischen Richtungen gegründet wurde, hat auf ihrer Bundesausschusssitzung am 24./25.01. beschlossen, den Berliner Appell zu unterzeichnen.

Bereits mit dem Beschluss ihres Leitantrages „Unsere Aufgaben 2026“ des außerordentlichen Bundeskongresses im Oktober 2025 erklärten die Antifaschist*innen:

„Mit Entsetzen erleben wir eine Welt voll grausamer Kriege. Statt diplomatische Bemühungen zu intensivieren, werden Großmachtfantasien beflügelt, nutzt die Bundesregierung den Überfall auf die Ukraine für ein gigantisches Aufrüstungsprogramm der Bundeswehr zulasten aller Bürger*innen der BRD. Mit Zustimmung der Bundesregierung sollen ab 2026 erneut US-Erstschlagswaffen stationiert werden, was die Aufrüstung auf allen Seiten befördert, die Spannungen erhöht und Deutschland zur strategischen Zielscheibe macht.“

Auch zahlreiche Landes- und Kreisvereinigungen der VVN-BdA unterstützen den Berliner Appell gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt.

(Nachricht eingegangen am 27.03.2026)

Die VVN-BdA Landesvereinigung Saar e. V. hat schon vor längerer Zeit den Berliner Appell unterzeichnet

27.01.: Gedenktag für die Opfer des Faschismus

14. Januar 2026

Am 27.01.2026 jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des faschistischen Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Wie in den vergangenen Jahren wird die VVN-Landesvereinigung Saar der Opfer des Faschismus auf dem Gelände des ehemaligen Gestapolagers Neue Bremm in Saarbrücken gedenken. Die Kranzniederlegung findet um 11 Uhr statt. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen.

Archivbild von der Gedenkveranstaltung im Vorjahr

Johann Becker – Vorführung und Filmgespräch

14. Oktober 2025

Veranstaltung der VVN-Saar am 6.11.25 im Kino achteinhalb

Die VVN-Saar zeigt am 6.11. um 19:00 Uhr im achteinhalb den Film Johann Becker – Stille Zeit – Fragmente seines Lebens von Günther Ruschel. Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt, an dem Regisseur und Kameramann Günter Ruschel, Ministerialrat a. D. Stefan Weszkalnys sowie eine Urenkelin Johann Beckers teilnehmen werden.

Wer war Johann Becker? 1902 in Oberthal geboren, als Kind einer armen Familie musste er mit 13 die Schule verlassen, um als Berglehrling anzufahren. Schon früh engagierte er sich politisch und trat 1920 in die kommunistische Partei ein, kämpfte von 1933 bis 1935 im Abstimmungskampf für den Status Quo und gegen den Anschluss an Nazideutschland. Nachdem er 1935 eine Nazi-Fahne verbrannte, verhaftete ihn die Gestapo. Nach Verurteilung wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und Inhaftierung überlebte er die Konzentrationslager Börgermoor, Buchenwald und Dachau. Johann Becker kehrte nach der Befreiung nach Oberthal zurück und lebte dort bis zu seinem Tod am 1. Januar 1972.

Der Fernsehjournalist und Kameramann Günther Ruschel, ebenfalls aus Oberthal stammend, dokumentierte Fragmente von Johann Beckers Leben in seinem Film aus dem Jahr 2008, der auch beim Max-Ophüls-Festival gezeigt wurde. Ruschel begegnete Becker persönlich und legte 20.000 Kilometer zurück, um für den Film KZ-Gedenkstätten zu besuchen und Zeitzeugen zu befragen.

Mehr Informationen zum Film auf der Sonderseite der Saarbrücker Zeitung vom 20.11.2008 und in der Berichterstattung über die Premiere in Oberthal. Johann Becker findet auch Erwähnung in der Broschüre „Gegen das Vergessen -St Wendel“ der Aktion 3.Welt Saar und des Vereins Wider das Vergessen und gegen Rassismus e. V. Marpingen.

Antikriegstag 2025: Friedensfähig zu sein ist das Gebot der Stunde!

3. September 2025

Für eine Politik der Friedensfähigkeit! Nie wieder Krieg – in Deutschland, Europa und weltweit! Nie wieder Faschismus. Unter diesem Motto erklärte sich der DGB zum Antikriegstag, dem 1.9.2025 – 86 Jahre nach dem Überfall der deutschen Faschisten auf Polen und damit dem Beginn des 2. Weltkriegs.

Die VVN-Saar beteiligte sich mit zahlreichen Mitgliedern an der traditionellen Gedenkveranstaltung des DGB-Saar vor dem Denkmal für die Opfer des Faschismus in Völklingen. Dort hielt in diesem Jahr Reinhard Klimmt, ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes die Gedenkrede und nahm auch zu den aktuellen Kriegen in Gaza und der Ukraine Stellung. Klimmt bezeichnete die Kriegsführung der Netanjahu-Regierung als verbrecherisch und forderte die Einstellung der Waffenlieferungen an Israel, einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung der Geiseln und einen Stopp der illegalen israelischen Siedlungen. Zum Krieg in der Ukraine erklärte er, beide beteiligten Seiten würden ihre formulierten Kriegsziele nicht und wenn, dann nur unter weiteren fürchterlichen Opfern erreichen. Nach seiner Ansicht sollten die Europäer sich fragen, ob nicht auch die Russen berechtigte Interessen hätten und nicht nur Waffen liefern, sondern Verhandlungen befördern, die zur Beendigung der Kampfhandlungen führen.

Zur beabsichtigten Stationierung neuer US-amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland ab 2026 formulierte Reinhard Klimmt: „Die Erklärung des Bundeskanzlers Scholz in den USA, Deutschland sei bereit, die Stationierung solcher Raketensysteme – ausschließlich bei uns – zuzulassen, war falsch und bleibt falsch. Die Aussage war und ist zudem fahrlässig, weil sie uns zur vorrangigen Zielscheibe macht, falls es zu einem Krieg zwischen NATO und Russland käme.“

Klimmts Ansprache fand große Zustimmung unter den versammelten Kolleginnen und Kollegen der saarländischen Gewerkschaften.

Eskalation im Nahen Osten stoppen: NEIN zum Krieg gegen den Iran!

25. Juni 2025

Erklärung des Bundesausschusses der VVN vom 21.06.2025

Die rechte israelische Regierung von Benjamin Netanjahu hat vor einer Woche nun auch die Islamische Republik Iran militärisch angegriffen und damit eine neue Eskalation des seit dem Überfall der Hamas wütenden Krieges herbeigeführt, der für die Menschen sowohl im Iran wie in Israel in einer Katastrophe zu enden droht.  Trump erwägt den Eintritt der USA in diesen Krieg, der die ganze Region vollends in Brand setzen könnte.

Die Islamische Republik Iran ist eine klerikal-reaktionäre Diktatur, die antisemitische Vernichtungsfantasien propagiert, Terrororganisationen finanziert, die insbesondere Frauen unterdrückt und Proteste blutig niederschlägt. Das Völkerrecht kennt jedoch keinen völkerrechtskonformen Präventivkrieg gegen reaktionäre Regime.

Leidtragende der Militäroperation Israels im Iran sind wie schon in Gaza, im Westjordanland und im Libanon die Zivilbevölkerungen. Allein in Gaza sollen 50.000 Menschen, vornehmlich Frauen und Kinder, Opfer des Krieges sein. Viele weitere Tote sind durch die völkerrechtswidrige, nahezu vollständige, Abschottung des Gazastreifens zu erwarten.

Frauen und Kinder leiden in allen Kriegen und militärischen Konflikten immer als erstes. Frauen sind es, die in den letzten Jahren die Macht der Mullahs im Iran ins Wanken gebracht haben. Frauen sind es, die auch in anderen Ländern für ihre und die Rechte Aller kämpfen, oft gegen den Widerstand rechtsradikaler oder ultra-konservativer Männer. Ihren Kampf für ein menschenwürdiges, freies und friedliches Leben unterstützt die VVN-BdA. Deshalb fordern wir:

    Die Einstellung sämtlicher militärischer Handlungen durch Israel, die Islamische Republik Iran, die Hamas und andere Terrororganisationen
    Keine weiteren Lieferungen von Waffen oder Dual Use Gütern an Akteure in der Region durch die Bundesrepublik Deutschland
    Die Nutzung / den Einsatz der dadurch freiwerdenden Ressourcen der Bundesrepublik Deutschland für humanitäre Zwecke in Gaza.
    Die Bereitstellung finanzieller Mittel für eine Beseitigung der durch den Krieg verursachten Schäden.
    Die Sicherstellung einer umfassenden Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza

Jin Jian Azadi – Frauen Leben Freiheit in Palästina, Israel, Iran und überall!

VVN unterstützt Mahnwache des Friedensnetz Saar gegen AfD-Krah in Saarlouis-Fraulautern

8. Juni 2025

Am Dienstag, 10.6.2025 will die AfD im städtischen Vereinsheim in Saarlouis-Fraulautern eine Kundgebung mit dem Rechtsextremisten Maximilian Krah durchführen. Das Vereinsheim Fraulautern ist nur 2 Fahrradminuten entfernt von dem ehemaligen Flüchtlingsheim, in dem am 19.9.1991 Samuel Yeboah von einem Saarlouiser Rechtsextremisten ermordet worden ist. Das ist eine unerträgliche Provokation für alle Antifaschist:innen. Die VVN-BdA Landesvereinigung Saarland unterstützt deshalb die Initiative des Friedensnetz Saar, am 10.6. von 18.00 bis 20.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Vereinsheim Fraulautern durchzuführen.

Nazis, AfD und SS-Verharmloser haben im Saarland keinen Platz! Kommt alle zur Mahnwache am 10.6. um 18 Uhr vor dem Vereinshaus in FraulauternKein Fußbreit den Faschisten!

SR-Nachricht zur AfD-Veranstaltung mit Krah

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