Gegen den Nazi-Aufmarsch in Völklingen – VVN ruft auf zur Demo am 25. April

22. April 2026

Die VVN-Saar unterstützt die für Samstag, 25.4. geplante Kundgebung gegen den zeitgleich am Völklinger Hauptbahnhof stattfindenden Aufmarsch der neofaschistischen NPD. 

Die NPD und andere rechtsradikalen Kräfte wollen unter dem Motto „Abschieben rettet Leben“ durch Völklingen laufen, die Bevölkerung einschüchtern und gegen Menschen mit Migrationserfahrung hetzen. 

Die VVN tritt ein für eine solidarische und gerechte Gesellschaft und gegen sämtliche rassistischen und nationalistischen Umtriebe. Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten auf, sich an der antifaschistischen Kundgebung um 15 Uhr auf dem Völklinger Platz (Nähe Globus Getränkemarkt) zu beteiligen. Völklingen bleibt stabil!

Ostermarsch 2026: Kriegsvorbereitung stoppen! Völkerrecht verteidigen!

1. April 2026

Die VVN im Saarland unterstützt den Aufruf zum Ostermarsch Saar und wird am Ostersamstag in Saarbrücken mit dabei sein.

Wir freuen uns, dass Ministerpräsident a. D. Reinhard Klimmt auf der Kundgebung sprechen wird. Wir freuen uns auch auf den Auftritt von Amberhead. Diese Saarbrücker Band, die Musiker:innen mit russischen und ukrainischen Wurzeln zusammenbringt, spielt Hope Rock – Rockmusik, die Hoffnung macht auf ein friedliches Miteinander aller Menschen.

Mitteilung der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“

31. März 2026

Bundesvereinigung der VVN-BdA unterzeichnet den Berliner Appell

Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“, welche 1947 von überlebenden Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des Naziregimes aller politischen Richtungen gegründet wurde, hat auf ihrer Bundesausschusssitzung am 24./25.01. beschlossen, den Berliner Appell zu unterzeichnen.

Bereits mit dem Beschluss ihres Leitantrages „Unsere Aufgaben 2026“ des außerordentlichen Bundeskongresses im Oktober 2025 erklärten die Antifaschist*innen:

„Mit Entsetzen erleben wir eine Welt voll grausamer Kriege. Statt diplomatische Bemühungen zu intensivieren, werden Großmachtfantasien beflügelt, nutzt die Bundesregierung den Überfall auf die Ukraine für ein gigantisches Aufrüstungsprogramm der Bundeswehr zulasten aller Bürger*innen der BRD. Mit Zustimmung der Bundesregierung sollen ab 2026 erneut US-Erstschlagswaffen stationiert werden, was die Aufrüstung auf allen Seiten befördert, die Spannungen erhöht und Deutschland zur strategischen Zielscheibe macht.“

Auch zahlreiche Landes- und Kreisvereinigungen der VVN-BdA unterstützen den Berliner Appell gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt.

(Nachricht eingegangen am 27.03.2026)

Die VVN-BdA Landesvereinigung Saar e. V. hat schon vor längerer Zeit den Berliner Appell unterzeichnet

27.01.: Gedenktag für die Opfer des Faschismus

14. Januar 2026

Am 27.01.2026 jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des faschistischen Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Wie in den vergangenen Jahren wird die VVN-Landesvereinigung Saar der Opfer des Faschismus auf dem Gelände des ehemaligen Gestapolagers Neue Bremm in Saarbrücken gedenken. Die Kranzniederlegung findet um 11 Uhr statt. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen.

Archivbild von der Gedenkveranstaltung im Vorjahr

Johann Becker – Vorführung und Filmgespräch

14. Oktober 2025

Veranstaltung der VVN-Saar am 6.11.25 im Kino achteinhalb

Die VVN-Saar zeigt am 6.11. um 19:00 Uhr im achteinhalb den Film Johann Becker – Stille Zeit – Fragmente seines Lebens von Günther Ruschel. Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt, an dem Regisseur und Kameramann Günter Ruschel, Ministerialrat a. D. Stefan Weszkalnys sowie eine Urenkelin Johann Beckers teilnehmen werden.

Wer war Johann Becker? 1902 in Oberthal geboren, als Kind einer armen Familie musste er mit 13 die Schule verlassen, um als Berglehrling anzufahren. Schon früh engagierte er sich politisch und trat 1920 in die kommunistische Partei ein, kämpfte von 1933 bis 1935 im Abstimmungskampf für den Status Quo und gegen den Anschluss an Nazideutschland. Nachdem er 1935 eine Nazi-Fahne verbrannte, verhaftete ihn die Gestapo. Nach Verurteilung wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ und Inhaftierung überlebte er die Konzentrationslager Börgermoor, Buchenwald und Dachau. Johann Becker kehrte nach der Befreiung nach Oberthal zurück und lebte dort bis zu seinem Tod am 1. Januar 1972.

Der Fernsehjournalist und Kameramann Günther Ruschel, ebenfalls aus Oberthal stammend, dokumentierte Fragmente von Johann Beckers Leben in seinem Film aus dem Jahr 2008, der auch beim Max-Ophüls-Festival gezeigt wurde. Ruschel begegnete Becker persönlich und legte 20.000 Kilometer zurück, um für den Film KZ-Gedenkstätten zu besuchen und Zeitzeugen zu befragen.

Mehr Informationen zum Film auf der Sonderseite der Saarbrücker Zeitung vom 20.11.2008 und in der Berichterstattung über die Premiere in Oberthal. Johann Becker findet auch Erwähnung in der Broschüre „Gegen das Vergessen -St Wendel“ der Aktion 3.Welt Saar und des Vereins Wider das Vergessen und gegen Rassismus e. V. Marpingen.

Antikriegstag 2025: Friedensfähig zu sein ist das Gebot der Stunde!

3. September 2025

Für eine Politik der Friedensfähigkeit! Nie wieder Krieg – in Deutschland, Europa und weltweit! Nie wieder Faschismus. Unter diesem Motto erklärte sich der DGB zum Antikriegstag, dem 1.9.2025 – 86 Jahre nach dem Überfall der deutschen Faschisten auf Polen und damit dem Beginn des 2. Weltkriegs.

Die VVN-Saar beteiligte sich mit zahlreichen Mitgliedern an der traditionellen Gedenkveranstaltung des DGB-Saar vor dem Denkmal für die Opfer des Faschismus in Völklingen. Dort hielt in diesem Jahr Reinhard Klimmt, ehemaliger Ministerpräsident des Saarlandes die Gedenkrede und nahm auch zu den aktuellen Kriegen in Gaza und der Ukraine Stellung. Klimmt bezeichnete die Kriegsführung der Netanjahu-Regierung als verbrecherisch und forderte die Einstellung der Waffenlieferungen an Israel, einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung der Geiseln und einen Stopp der illegalen israelischen Siedlungen. Zum Krieg in der Ukraine erklärte er, beide beteiligten Seiten würden ihre formulierten Kriegsziele nicht und wenn, dann nur unter weiteren fürchterlichen Opfern erreichen. Nach seiner Ansicht sollten die Europäer sich fragen, ob nicht auch die Russen berechtigte Interessen hätten und nicht nur Waffen liefern, sondern Verhandlungen befördern, die zur Beendigung der Kampfhandlungen führen.

Zur beabsichtigten Stationierung neuer US-amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland ab 2026 formulierte Reinhard Klimmt: „Die Erklärung des Bundeskanzlers Scholz in den USA, Deutschland sei bereit, die Stationierung solcher Raketensysteme – ausschließlich bei uns – zuzulassen, war falsch und bleibt falsch. Die Aussage war und ist zudem fahrlässig, weil sie uns zur vorrangigen Zielscheibe macht, falls es zu einem Krieg zwischen NATO und Russland käme.“

Klimmts Ansprache fand große Zustimmung unter den versammelten Kolleginnen und Kollegen der saarländischen Gewerkschaften.

Eskalation im Nahen Osten stoppen: NEIN zum Krieg gegen den Iran!

25. Juni 2025

Erklärung des Bundesausschusses der VVN vom 21.06.2025

Die rechte israelische Regierung von Benjamin Netanjahu hat vor einer Woche nun auch die Islamische Republik Iran militärisch angegriffen und damit eine neue Eskalation des seit dem Überfall der Hamas wütenden Krieges herbeigeführt, der für die Menschen sowohl im Iran wie in Israel in einer Katastrophe zu enden droht.  Trump erwägt den Eintritt der USA in diesen Krieg, der die ganze Region vollends in Brand setzen könnte.

Die Islamische Republik Iran ist eine klerikal-reaktionäre Diktatur, die antisemitische Vernichtungsfantasien propagiert, Terrororganisationen finanziert, die insbesondere Frauen unterdrückt und Proteste blutig niederschlägt. Das Völkerrecht kennt jedoch keinen völkerrechtskonformen Präventivkrieg gegen reaktionäre Regime.

Leidtragende der Militäroperation Israels im Iran sind wie schon in Gaza, im Westjordanland und im Libanon die Zivilbevölkerungen. Allein in Gaza sollen 50.000 Menschen, vornehmlich Frauen und Kinder, Opfer des Krieges sein. Viele weitere Tote sind durch die völkerrechtswidrige, nahezu vollständige, Abschottung des Gazastreifens zu erwarten.

Frauen und Kinder leiden in allen Kriegen und militärischen Konflikten immer als erstes. Frauen sind es, die in den letzten Jahren die Macht der Mullahs im Iran ins Wanken gebracht haben. Frauen sind es, die auch in anderen Ländern für ihre und die Rechte Aller kämpfen, oft gegen den Widerstand rechtsradikaler oder ultra-konservativer Männer. Ihren Kampf für ein menschenwürdiges, freies und friedliches Leben unterstützt die VVN-BdA. Deshalb fordern wir:

    Die Einstellung sämtlicher militärischer Handlungen durch Israel, die Islamische Republik Iran, die Hamas und andere Terrororganisationen
    Keine weiteren Lieferungen von Waffen oder Dual Use Gütern an Akteure in der Region durch die Bundesrepublik Deutschland
    Die Nutzung / den Einsatz der dadurch freiwerdenden Ressourcen der Bundesrepublik Deutschland für humanitäre Zwecke in Gaza.
    Die Bereitstellung finanzieller Mittel für eine Beseitigung der durch den Krieg verursachten Schäden.
    Die Sicherstellung einer umfassenden Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza

Jin Jian Azadi – Frauen Leben Freiheit in Palästina, Israel, Iran und überall!

VVN unterstützt Mahnwache des Friedensnetz Saar gegen AfD-Krah in Saarlouis-Fraulautern

8. Juni 2025

Am Dienstag, 10.6.2025 will die AfD im städtischen Vereinsheim in Saarlouis-Fraulautern eine Kundgebung mit dem Rechtsextremisten Maximilian Krah durchführen. Das Vereinsheim Fraulautern ist nur 2 Fahrradminuten entfernt von dem ehemaligen Flüchtlingsheim, in dem am 19.9.1991 Samuel Yeboah von einem Saarlouiser Rechtsextremisten ermordet worden ist. Das ist eine unerträgliche Provokation für alle Antifaschist:innen. Die VVN-BdA Landesvereinigung Saarland unterstützt deshalb die Initiative des Friedensnetz Saar, am 10.6. von 18.00 bis 20.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Vereinsheim Fraulautern durchzuführen.

Nazis, AfD und SS-Verharmloser haben im Saarland keinen Platz! Kommt alle zur Mahnwache am 10.6. um 18 Uhr vor dem Vereinshaus in FraulauternKein Fußbreit den Faschisten!

SR-Nachricht zur AfD-Veranstaltung mit Krah

VVN ruft auf zur bundesweiten Demonstration Solidarität mit den Menschen in Gaza

7. Juni 2025

Die VVN-Landesvereinigung Saar ruft auf zur Beteiligung an der von den Initiator:innen des Berliner Appells der Friedensbewegung und zahlreichen Organisationen und Persönlichkeiten unterstützten bundesweiten Demonstration zur Solidarität mit den Menschen in Gaza. Der Aufruf der Veranstalter:innen enthält folgende Forderungen:

  • Keine Waffenlieferungen nach Israel.
  • Stopp jeglicher militärischer Zusammenarbeit.
  • Keine „Staatsräson“, die die brutale und völkerrechtswidrige Kriegs-, Entrechtungs-, Enteignungs-, Besatzungs- und Vernichtungspolitik Israels rechtfertigt – nicht nur in Gaza.
  • Keine Kriminalisierung von Palästina-Solidarität und Friedensbewegung.
  • Wir rufen alle auf, nicht mehr zuzusehen, wie ein Volk ausgelöscht wird.

Mitglieder der VVN-Saar werden sich an der Berliner Kundgebung ebenso beteiligen, wie an den Solidaritätsaktionen für die Menschen in Gaza, die im Saarland stattfinden. Mehr Informationen zur Demonstration und weitere Materialien gibt es auf der Internetseite Initiative nie-wieder-krieg.

Das kannst du selbst tun, um den Menschen in Gaza zu helfen – auch wenn du nicht mit nach Berlin kommen kannst:

  • Unterzeichne im Internet die weact-campact Petition „Stoppt die Kriegsverbrechen in Gaza!“, die sich am die Mitglieder der Bundesregierung und des Bundestags richtet und für sofortigen Waffenstillstand, eine Beendigung der deutschen Waffenexporte nach Israel und humanitäre Unterstützung der Bevölkerung einsetzt. Hier findest du eine Liste prominenter Erstunterzeichner:innen dieser Petition.
  • Informiere dich über Solidaritätsaktionen und Demonstrationen palästinasolidarischer Initiativen in deiner Nähe und unterstütze sie.
  • Werde Mitglied in der VVN-Landesvereinigung Saar. In der VVN kannst du aktiv sein gegen alte und neue Nazis, gegen Rassismus und Antisemitismus. Wir sagen #niewiederistjetzt und #niewiedergiltfüralle. Gleichzeitig sind wir ein Teil der Friedensbewegung. Mit der VVN trittst du ein für gerechten Frieden in Nahost, in der Ukraine und überall – gegen Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft.

Horst Bernard erhält Saarländischen Verdienstorden

7. Juni 2025

Für seine Lebensleistung als konsequenter Antifaschist erhielt der Ehrenvorsitzende der VVN-Landesvereinigung Saar, Horst Bernard, am 29. April 2025 in der Festhalle der Staatskanzlei aus der Hand von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger den saarländischen Verdienstorden.

Dabei würdigte Anke Rehlinger nicht nur seine Besuche als Zeitzeuge an hiesigen Schulen, sondern auch seine Führungen auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Lagers Neue Bremm. Zwischen 1940 bis 1944 quälte und schindete dort die Gestapo missliebige Personen aus allen Ländern Europas. Über 400 Gruppen hat Horst bis heute die Gedenkstätte gezeigt und erklärt.

Horst und seine Eltern Irene und Leander und Schwester Alice mussten 1935 vor den Nazis aus Saarbrücken nach Südfrankreich fliehen. Schon im zarten Alter von 12 Jahren unterstützte Horst die französische Resistance, überbrachte wichtige Mitteilungen oder warnte die Illegalen vor dem Zugriff durch Gestapo oder Vichy-Polizei.

Im Jahr 1989 erhielt bereits seine Mutter Irene für ihr antifaschistisches Wirken den Saarländischen Verdienstorden.

Mit seiner Familie stand und steht Horst Bernard sein ganzes Leben lang im Kampf gegen alte und neue Nazis. Flucht und Asyl haben seine Kindheit und Jugend geprägt und die Verteidigung des Asylrechts ist deshalb für ihn auch heute ein wichtiges Thema. In seiner Rede bei der Ordensverleihung äußerte sich Horst Bernard deshalb auch zu dem Zusammenwirken von CDU und AfD im Bundestag in der Asyldebatte der letzten Januarwoche. Er verwies darauf, dass auch der Machtübertragung an Adolf Hitler am 30. Januar 1933 die Zusammenarbeit zwischen national-konservativen und Faschisten vorangegangen ist.

Die VVN-BdA Landesvereinigung Saar wünscht ihrem Ehrenvorsitzenden Horst Bernard weiter viel Kraft und vor allem Gesundheit! Wir hoffen, noch lange mit ihm zusammen weiter zu kämpfen im Sinne von Nie wieder ist hier und jetzt!

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