Wir schließen uns der Pressemitteilung zum Prozess gegen die Antifaschistin Lina E. vor dem Oberlandesgericht Dresden des Landesverbandes der VVN-BdA in Sachsen-Anhalt an:
Die Antifaschistin und hallesche Studentin Lina E. befindet sich seit 600 Tagen in Untersuchungshaft. Aktuell läuft ein groß angelegter Prozess vor dem Oberlandesgericht Dresden gegen sie. Ihr wird vorgeworfen, gewaltsam Angriffe auf Neonazis verübt zu haben und zu diesem Zweck Anführerin einer
terroristischen Organisation zu sein. Noch konnten keine dieser Anschuldigungen ausreichend belegt werden und es zeichnet sich ab, dass das Verfahren juristisch kaum haltbar ist, in Großteilen zusammenfällt und vor allem als Inszenierung gegen „Linksextremismus“ gelten kann. Letztendlich scheinen konkrete Belege für die einzelnen Tatvorwürfe weiterhin zu fehlen, was die Behörden nicht davon abhält, Lina E. als „Terroristin“ darzustellen.
“Nie schweigen” – Ein Erinnerungsabend an Esther Bejarano: Amei Scheib und Barbara Scheck mit Gesang und Rezitation am Freitag, 22. Juli 2022, 19 Uhr im Schlosskeller Saarbrücken
Kein Nazi-Aufmarsch in Mainz! Wir stellen uns quer!
Die Mainzer VVN-BdA ruft zu Anti-Nazi Aktivitäten am 16.07.2022 in Mainz auf und wir von der VVN-BdA Saar unterstützen ihren Aufruf!
Beteiligt euch an den Gegenkundgebungen am 16. Juli !
Informiert euch bitte über die genauen Kundgebungsorte, den Ablauf und den Beginn zeitnah noch einmal über die Webseiten oder Facebook. Änderungen sind noch möglich!
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Saar gedenkt am 08. Mai, dem „Tag der Befreiung“, den Opfern des Nationalsozialismus und dem Widerstand gegen den Faschismus.
Am 08. Mai diesen Jahres jährte sich die bedinglungslose Kapitulation Deutschlands, mit der der Zweite Weltkrieg in Europa ein Ende fand, zum 77ten Mal. Dieser Tag wird von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Landesvereinigung Saar seit je her als „Tag der Befreiung“ begangen. Am diesjährigen 08. Mai gedachte die VVN-BdA Saar seit Beginn der Pandemie zum ersten Mal wieder an der Gedenkstätte Gestapo Lager Neue Bremm in Saarbrücken den Opfern des NS-Faschismus. Ebenso erinnerte die Vereinigung an die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus durch die Aliierten und Widerstandskämpfer_innen. Rund 30 Personen waren anlässlich der Veranstaltung erschienen. Auch der mit dem Bundesverdienstkreuz für seine aufopferungsvolle Arbeit in der Vermittlung des Wissens um die Verbrechen des NS-Regimes ausgezeichnete und langjährige Vorsitzende der VVN-BdASaar Horst Bernard war anwesend. Ebenso waren die Initiative Unsterbliches Regiment Saarland* und die neu bestehenden Schüler_innen Antifa Saar durch einige ihrer Gruppenmitglieder vertreten.
Dr. Ulrich Schneider ist Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer Bund der Antifaschisten sowie Historiker. In seiner Rede geht er auf den 8. Mai vor dem Hintergrund des historischen Kontextes ein und stellt einen Bezug zur aktuellen Situation in der Ukraine her.
Die Geschichte des Inlandsgeheimdienstes, dessen Aufgabe der Schutz der Verfassung sein soll, ist reich an Skandalen. Dennoch wurden seine Strukturen, Kompetenzen und Befugnisse immer weiter ausgeweitet.
Krieg sofort stoppen – Russische Truppen raus aus der Ukraine – Atomwaffenverbot durchsetzen – Abrüstung und Klimaschutz jetzt!
Bild: Wilfried Porwol
Samstag, 16.04.22 um 11 Uhr an der Johanneskirche Saarbrücken; Kundgebung um 12 Uhr am Tbilisser Platz (Staatstheater); Rede: Peter Tiefenbrunner, Kabarettist; Musik: Sigi Becker
An Ostern gehen wir für die sofortige Beendigung des völkerrechtswidrigen brutalen Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine auf die Straße. Unsere Solidarität und unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unter diesem furchtbaren Krieg leiden.
Wir fordern einen umgehenden Waffenstillstand. Verhandeln statt Schießen! Wir lehnen Waffenlieferungen in die Krisenregion weiter ab, weil wir befürchten, dass sie den Krieg weiter eskalieren und die Ukraine auf Jahre zum Schauplatz eines Kriegs ähnlich dem in Syrien machen würden– mit noch mehr Leid und zivilen Opfern.
Wir unterstützen gezielte Sanktionen, die Oligarchen, kapitalistische Großunternehmen und die Finanziers des Krieges in Russland treffen. Wir lehnen Sanktionen ab, die die Bevölkerung treffen.
Wir sind zutiefst erschüttert und betroffen vom Tod des NS-Überlebenden Boris Romantschenko, der laut der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora vergangenen Freitag Opfer eines Bombenangriffs auf sein Wohnhaus im ukrainischen Charkiw wurde. Der ehemalige Buchenwaldhäftling war Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos für die Ukraine (IKBD).
Boris Romantschenko (zweiter von rechts) 2012 bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald. Foto: Gedenkstätte Buchenwald
Romantschenko hat die KZs Buchenwald, Peenemünde, Dora und Bergen Belsen überlebt und ist nun im Rahmen des neuen Krieges in Europa getötet worden. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen. Als Vereinigung, die den Schwur von Buchenwald politisches Vermächtnis und als Handlungsanleitung betrachtet und die unter anderem von Buchenwald-Häftlingen gegründet wurde, stürzt uns diese Nachricht in tiefe Trauer. Es ist bitter, dass Boris Romantschenko den 77. Jahrestag der Selbstbefreiung von Buchenwald am 11. April nicht mehr erleben kann.
Mit jedem Tag, den dieser Krieg voranschreitet, wird weiteres Blut vergossen. Deshalb fordern wir: Die Waffen nieder! Der Krieg gegen die Ukraine muss sofort beendet werden! Die russischen Truppen müssen sich zurückziehen!
Wir — die Landesvereinigung Saar der VVN-BdA — schließen uns der Stellungnahme unserer Bundesvereinigung vom 2. März 2022 bezüglich des Krieges in der Ukraine an.
Am Sonntag, den 27. Februar, hat die Bundesregierung das massivste Rüstungspaket der jüngeren deutschen Geschichte verkündet. 100 Milliarden Euro Sondervermögen sollen allein dieses Jahr in neue Waffensysteme wie Drohnen und Jagdbomber fließen. Geht es nach den Wünschen des Bundeskanzlers Olaf Scholz, soll dieses Sondervermögen im Grundgesetz abgesichert werden. Damit würde die Intention der Mütter und Väter des Grundgesetzes für eine friedliche Nachkriegsordnung final ad absurdum geführt werden.