Ceija Stojka (1933-2013) war eine berühmte österreichische Schriftstellerin, Künstlerin, Sängerin und Aktivistin. Sie gehörte zur Gruppe der Lovara-Roma und überlebte als Kind die faschistischen Konzentrationslager Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen.
Die österreichische Filmemacherin Karin Berger erzählt in Ceija Stojka – Porträt einer Romni ihre Lebensgeschichte und stellt eine faszinierende Frau. Der Film gibt gleichzeitig einen Einblick in das Leben der Sinti und Roma in Österreich, frei von Klischees.
Die VVN-Saar zeigt den Film am 7. März 2025 um 19 Uhr im Kino Achteinhalb, Nauwieserstraße 19 als Beitrag zum Veranstaltungsprogramm des Internationalen Frauentages 2025 in Saarbrücken.
Noch nie seit Ende des zweiten Weltkriegs stand die Menschheit so vor der Gefahr eines globalen Krieges wie heute. Die beabsichtigte Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland schon ab dem Jahr 2026 und unter der Befehlsgewalt eines rechtsradikalen US-Präsidenten ist die größte Gefahr für die Sicherheit Deutschlands. Als älteste und größte Vereinigung von Antifaschistinnen und Antifaschisten wendet sich die VVN-Saar gegen die Stationierung neuer Atomraketen und unterstützt den Berliner Appell.
Setze ein persönliches Zeichen gegen die Raketenstationierung mit deiner Unterschrift, abonniere den Newsletter des Berliner Appell und verbreite ihn, sammle Unterschriften in deiner Schule oder Uni, in deinem Betrieb und deiner Nachbarschaft. Hier findest du weitere Informationen und kannst online unterschreiben: https://nie-wieder-krieg.org
Die VVN-Landesvereinigung Saar wird sich auch in diesem Jahr am Ostermarsch Saar beteiligen: Start am Ostersamstag, 19. April, 11:59 Uhr, vor der Johanneskirche.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 legten Vertreter:innen der VVN-BdA Saar und anderer antifaschistischer Organisationen ein Blumengebinde im ehemaligen Gestapo-Lager Neue Bremm nieder. Neben der VVN-Landesvorsitzenden Nicole Schuh ergriffen auch der Vorsitzende der Initiative Neue Bremm, Staatssekretär a. D. Dr. Kurt Bohr (Initiative Neue Bremm), die Historikerin Dr. Inge Plettenberg und die Nazi-Überlebende Alice Hornung das Wort.
Sie erinnerten an die Entstehung des Lagers und die dort herrschenden grausamen Bedingungen und sehr viel spätere Entstehung der Gedenkstätte. Dr. Kurt Bohr dankte der VVN für ihr Engagement in der Erinnerungsarbeit und ihren Beitrag zur Entwicklung der Gedenkstätte für das ehemalige Saarbrücker Gestapo-Lager.
Inge Plettenberg erinnerte an den Beitrag der VVN-Mitglieder Raja Bernard und Dietmar Renger, die mit der Herausgabe ihres Buchs Neue Bremm: Ein KZ in Saarbrücken erstmalig das Geschehen um dieses Lagers für eine breite Öffentlichkeit dokumentierten. Sie erinnerte auch an das Schicksal der Ukrainerin Polina Tichovskaja, die als 15jährige aus ihrer Heimat nach Saarbrücken verschleppt worden war und als Zwangsarbeiterin im Reichsbahnausbesserungswerk Burbach für die Nazis arbeiten musste. Sie hatte Zwangsarbeit und Konzentrationslager überlebt und besuchte zusammen mit Inge Plettenberg 1993 die Gedenkstätte Neue Bremm.
Mit der auszugsweisen Verlesung des „Schwur von Buchenwald“ endete die Gedenkstunde: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“.
Ausführliche Informationen über die Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm auf der Internetseite des Initiative Neue Bremm hier: https://gestapo-lager-neue-bremm.de
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Während der NS-Herrschaft hatten die deutschen Faschisten hier über eineinhalb Millionen Männer, Frauen und Kinder ermordet. Auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo Lagers Neue Bremm in Saarbrücken gedenkt die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Landesvereinigung Saar, der Opfer der Naziherrschaft und den Widerstandskämpfer:innen gegen den Faschismus. Gleichzeitig warnen wir, wenige Wochen vor der Bundestagswahl, vor dem Erstarken faschistischer Kräfte in Deutschland, einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft und der Verbreitung rassistischer und demokratiefeindlicher Positionen.
Saarländerinnen und Saarländer im Widerstand gegen das Naziregime – Ausstellungseröffnung am 1. Juli im Alten Rathaus Völklingen
Aus Anlass des 75. Jahrestages der VVN Saar entstand im vergangenen Jahr eine Serie von Roll-ups auf denen das Leben von 15 saarländischer Widerstandskämpfer:innen gegen den Hitlerfaschismus eindrucksvoll dargestellt wird. Die Landesvereinigung Saar der VVN, die Völklinger Volkshochschule, das Aktionsbündnis Stolpersteine/Frieden Völklingen und die Rosa Luxemburg Stiftung/Peter Imandt Gesellschaft zeigen vom 1. bis 31. Juli 2024 eine Ausstellung dieser Roll-ups im Festsaal des Alten Rathauses Völklingen. Zur Ausstellungseröffnung am 1. Juli um 18 Uhr sind alle Interessent:innen herzlich eingeladen. Nach einer Begrüßung durch VHS-Direktorin Jenny Ungerecht wird die Historikerin Dr. Inge Plettenberg in die Ausstellung einführen und insbesondere Völklinger Persönlichkeiten aus dem Widerstand vorstellen.
In Saarlouis werden am 3. Juli 2024 16 neue Stolpersteine zum Gedenken an Opfer und Verfolgte der Naziherrschaft sowie den antifaschistischen Widerstandskämpfer Martin Mohr verlegt. Die Landesvereinigung Saar der VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat die Partenschaft für Martin Mohrs Stolperstein übernommen.
Martin Mohr wurde am 7.10.1902 in Losheim am See geboren und starb am 27.5.1962 in Saarlouis. Er arbeitete als selbständiger Klempner und Dachdecker. Als Mitglied der KPD und Funktionär der antifaschistischen Einheitsfront im Saargebiet setzte er sich gegen den Anschluß des Saarlgebiets an Hitlerdeutschland ein.
Martin Mohr war von 1932 bis 1935 Mitglied des Saarlouiser Stadtrates. Nach der Saarabstimmung musste er am 10.2.1935 mit seiner Frau nach Frankreich fliehen, um sich der Verfolgung der Nazis zu entziehen.Er kam in das Auffanglager für Saar-Flüchtlinge nach Montauban in der französischen Region Occitaine.
1937 ging Martin Mohr nach Spanien, wo er sich den Internationalen Brigaden zur Verteidigung der Spanischen Republik anschloss. 1939 kehrte er nach Frankreich zurück und wurde im Lager Maison- Laffitte bei Paris inhaftiert. 1940, nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Frankreich, verhaftete ihn die Gestapo und verurteilte ihn 1941 in Saarbrücken wegen Vorbereitung zum Hochverrat.
Von Mai 1941 bis zur Befreiung des KZ durch die Alliierten am 29. April 1945 war Martin Mohr im Konzentrationslager Dachau interniert.
Im Juni 1945 kehrte er nach Saarlouis zurück und lebte mit seiner zweiten Frau Martha und seinen drei Kindern lhier bis zu seinem Tod 1962.
Zum 8. Mai 2024 wendet sich die Landesvorsitzende der VVN-BdA Saar, Nicole Schuh, in einem offenen Brief an die Kultusministerin, Christine Streichert-Clivot, als Schulaufsichtsbehörde sowie den Regionalverbandsdirektor und die Landrät:innen im Saarland als Schulträger der weiterführenden Schulen: Nachdem Gliederungen und Funktionäre der AfD im Saarland mehrfach offen mit rechtsextremen, verfassungsfeindlichen Positionen auftreten, die in Potsdam von Rechtsextremisten beratenen Deportationsspläne eine Bedrohung für Millionen Bürger:innen in Deutschland offenbaren und in den vergangenen Tagen mehrfach Menschen von Gewalttätern aus dem AfD-Umfeld körperlich angegriffen worden sind, fordert die VVN ein Hausverbot für die AfD an allen saarländischen Schulen.
In ihrem Brief schreibt Nicole Schuh, dass Schulen Lern- und Lebensorte sein sollen, an denen zivilgesellschaftliches und demokratisches Engagement erlernt und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Deshalb müssten Schulen sichere Orte sein für Schüler:innen, die rassistischer, antisemitischer oder islamophober Bedrohung und Diskriminierung ausgesetzt sind. Insbesondere bei den bevorstehenden an junge Wähler:innen adressierten Wahl-O-Mat-Veranstaltungen zur Europawahl dürfe der AfD und Politikern wie dem AfD-Landesvorsitzenden Carsten Becker und dem Vorsitzender der Jugendorganisation JA, Nicolas Benyoucef, keine Plattform für rassistische, antisemitische und antidemokratische Positionen gegeben werden.
Die VVN fordert deshalb ein Hausverbot für die AfD an saarländischen Schulen – sowohl für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen als auch für die Nutzung von schulischen Räumen, Hallen und Plätzen.
Mit dem „nationalen Veteranentag“ soll die „Zeitenwende“ sichtbar gefeiert werden – ohne uns!
Mit den Stimmen der „Ampel“ und der CDU hat der Bundestag nun einen „nationalen Veteranentag“ beschlossen, mit dem der besondere Einsatz des Personals in Uniform gewürdigt werden soll: Künftig soll jedes Jahr am oder um den 15. Juni in der Nähe des Reichstags mit einem „Volksfest“ das Militär gefeiert werden. Geht’s noch geschmackloser?
Seit Jahren wirbt die Bundeswehr mit dem Slogan „Mach, was wirklich zählt“ und verklärt damit auf Plakatflächen aller Größen die Ausbildung zum Töten und Sterben zur Sinnstiftung. Wer in Uniform öffentliche Verkehrsmittel nutzt, zahlt nichts – das „Grünzeug“ soll Teil unseres Alltags werden. Der kriegstüchtige Verteidigungsminister pfeift auf das Primat der Politik, indem er sich bei jedem seiner Truppen-Besuche selbst in Uniformteile hüllt. Schulen und Ausbildungsmessen werden zum Rekrutierungsfeld für Minderjährige …
Trotzdem bleibt der Zustrom zur Truppe erfreulich unterhalb der Zielmarke, so dass mit unschöner Regelmäßigkeit mit der Wiedereinsetzung der Wehrpflicht, diesmal für alle Geschlechter, gewinkt wird.
Jetzt also der „Tag der Veteranen“… Endziel „Heldengedenktag“?
Wir setzen dagegen: Der 8. Mai muss Feiertag werden.
Es ist der Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime und vom deutschen Militarismus gefeiert werden kann! Aber eben auch ein Tag, an dem wir uns an mehr als 55 Millionen Tote erinnern, die nicht zuletzt den deutschen Soldaten und Generälen, die nach Vernichtungskrieg und Völkermord „ihre militärische Karriere in der Bundeswehr fortgesetzt haben“, zum Opfer gefallen sind. Ein Tag der uns verpflichtet, der Neuauflage von Militarismus und „Kriegstüchtigkeit“ entschieden entgegenzutreten. Jeden Tag!
Unser Ehrenvorsitzender Horst Bernard spricht mit Sophie Radix über die aktuelle Bewegung gegen Rechtsextremismus in der Saarbrücker Zeitung vom 04.03.2024.
Horst Bernard war jahrelang Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Er unterstützt zudem die Gedenkarbeit am ehemaligen Gestapolager Neue Bremm in Saarbrücken und begleitete Fahrten in das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof.