»Antifa heißt Luftangriff«

13. Mai 2026

»Antideutsche« als Propagandisten der deutschen Ideologie und Kriegstüchtigmachung
Vortrag und geplante Diskussion mit Susann Witt-Stahl am 21. Mai in Saarbrücken muss leider verschoben werden.

Susann Witt-Stahl, bekannte Journalistin (u. a. Junge Welt, Melodie & Rythmus) und Autorin (u.a. »›Antifa heißt Luftangriff!‹ Regression einer revolutionären Bewegung«, »Der Bandera-Komplex. Der ukrainische Faschismus – Geschichte, Funktion, Netzwerke«) diskutiert mit dem Saarbrücker Publikum ihre Thesen zu den »Antideutschen«.

S. Witt-Stahl: Die »Antideutschen« betraten die politische Bühne der BRD nach dem erklärten »Ende der Geschichte« in den 1990er-Jahren als Zerfallserscheinung der antikapitalistischen Linken. Versammelten sie anfangs Gegner der deutschen »Wiedervereinigung« und »Normalisierung«, segelten sie bald unter der damals schon falschen Flagge »antideutsche Kommunisten« und entpuppten sich als »Freunde des amerikanischen Krieges«, vor allem George W. Bushs »War on Terror«, und frenetische Unterstützer der israelischen Rechten. Seitdem attackieren sie Antiimperialisten, muslimische Migranten und internationale jüdische Linke, unterminieren marxistische und andere emanzipatorische Denktraditionen durch deutsche Ideologie – und mit ihrem Credo »Antifa heißt Luftangriff!« auch den Schwur von Buchenwald.

Mit Beginn des Stellvertreterkrieges in der Ukraine und dem 7. Oktober 2023 setzte eine weitere Radikalisierung der »Antideutschen« nach rechts ein. Mittlerweile ist das Gros, meist unter dem Namen »antiautoritäre Linke« (erneut ein Etikettenschwindel), offen zu Antikommunismus und anderen reaktionären Weltanschauungen – inklusive Apologie des Vernichtungskriegs in Gaza, der ethnischen Säuberungen im Westjordanland, des Großisrael-Projekts und der zionistischen und banderistischen Erscheinungsform des Faschismus – übergegangen. Damit haben sich »Antideutsche« zu kongenialen Partnern der Funktionseliten und Propagandisten deutscher Zustände qualifiziert, wie sie Revanchisten in der postnazistischen BRD angestrebt hatten. Viele wüten – mit intensiver Rückendeckung durch nach Regierungsfähigkeit strebende Opportunisten – nicht nur weiter als »Abbruchunternehmen« antifaschistischer Organisationen und des Friedenslagers in der Partei Die Linke, den Gewerkschaften etc. Sie finden sich längst auf den Gehalts- und Honorarlisten der Bundeswehr, des Springer-Konzerns, der Konrad-Adenauer-Stiftung und anderer »Kriegstüchtigmacher« des deutschen Imperialismus, der gegenwärtig wieder zur führenden Militärmacht Europas aufsteigt.  

Unsere geplante Diskussion mit Susan Witt-Stahl muss aus terminlichen Gründen leider verschoben werden. Wir halten euch auf dem Laufenden. Folgt uns bei Facebook oder Instagram.